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Erde Wind

Hirofumi Fujiwara

Vernissage 17. September, 18–21 Uhr
18. September – 15. Oktober 2021

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Hirofumi Fujiwaras in Ton vormodellierten Bronzefiguren stehen und sitzen im Raum der sie umgibt, in sich ruhend, ihre Körper wirken lebendig, ihre Gesichter delikat. 

Es ist sind seine ersten Bronzearbeiten und im Entwicklungsprozess war es Fujiwara besonders wichtig, in jeden Schritt involviert zu sein, um seinen Figuren genauso viel Liebe geben zu können wie seinen Kunststoffunikaten. Die hellgraue Patina der Bronzen hat Fujiwara jeweils selbst aufgetragen – ein malerisch anmutender Prozess, der jede der Figuren in Nuancen unterschiedlich aussehen lässt.

Fujiwaras Skulpturen, Erde und Wind, sind Schwärmer; sie zeugen von einer romantischen Sehnsucht nach Unerreichbarem, sie bewegen sich zwischen den Welten. Ihr kontemplativer Blick ins Unbestimmte gerichtet, tragen sie Referenzen des japanischen wie auch europäisch-westlichen Kulturkreises in sich. Sie scheinen jugendlich und doch alterslos, androgyn und losgelöst von jeglichen Stereotypen – isoliert vom Diesseits, aber doch ganz im Moment, im So-Sein verankert.

In unserer sich immer schneller bewegenden, stets nach Modifikation ausgerichteten Gesellschaft verkörpern Fujiwaras Erde und Wind zugleich Sehnsucht und Ideal.

Miriam Schwarz

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