deen

Anlässlich des Gallery Weekends freuen wir uns, zwei Positionen

unterschiedlichster Disziplinen erstmals gemeinsam zu präsentieren. Die

Arbeiten des Künstlers Lukas Glinkowski und die Entwürfe des Modedesigners

Vladimir Karaleev werden im studioberlin* gezeigt.

Die Ausstellung begreift Mode als bewegte Skulptur und Kunst als tragbare

Idee. Schnittstellen beider Gebiete sollen sowohl konzeptuell als auch

ästhetisch sichtbar gemacht werden.

 

Mode kann als kultureller Ausdruck verstanden werden, der auf künstlerischen

Ideen aufbaut, sie weiterträgt und in den Alltag übersetzt. Während bildende

Kunst häufig im Raum verharrt, im Atelier oder im White Cube, bewegt sich

Mode im öffentlichen Raum. Sie wird getragen, performt, fotografiert und

geteilt. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen Werk und Wirkung, Objekt und

Körper, Konzept und Konsum. In dieser Gegenüberstellung treffen zwei

Künstler aufeinander, die unterschiedlich erscheinen und sich doch in der

Intensität ihres Schaffens spiegeln.

 

Lukas Glinkowski entführt uns in eine Bilderwelt, die gleichermaßen poetisch

wie verstörend wirkt. Seine Arbeiten öffnen Räume voller zeitgenössischer

Zitate jenseits des Offensichtlichen. Damit schafft er seinen eigenen Kosmos,

der nicht erklärbar, sondern nur selbst zu erfahren ist.

 

Die Kreationen von Vladimir Karaleev loten die Grenzen zwischen Tragbarkeit

und künstlerischer Intervention aus. Seine Entwürfe sind bewegte Statements,

in denen der Körper zur Projektionsfläche wird. Mit überraschenden Einfällen

transformiert er Silhouetten, dehnt Proportionen und irritiert Erwartungen.

Die Ausstellung lädt dazu ein, Mode als Teil eines größeren ästhetischen und

gesellschaftlichen Zusammenhangs zu betrachten. Die Arbeiten werden nicht

bloß gezeigt, sondern inszeniert und gehen somit der Frage nach, inwiefern

künstlerische Bewegungen modische Silhouetten beeinflussen.