LAB
JAEWON KIM
Vernissage
20. Mai 2026, 18 Uhr
Ausstellungsdauer
21.05. – 24.06.2026
Jaewon Kim untersucht in seinen Arbeiten das fragile Gleichgewicht zwischen Natur, Technologie und Mensch. Zeichnungen, Skulpturen und Installationen entstehen aus dem Zusammenspiel digitaler Techniken, maschineller Prozesse und handwerklicher Materialität. Dabei interessiert ihn nicht der Gegensatz von Künstlichem und Organischem, sondern ihre wechselseitige Verbindung.
Motive wie Bienen, Motten, Pflanzen, Lavendel und Honigwaben verweisen auf ökologische Zusammenhänge, die oft im Verborgenen bleiben. Kim übersetzt diese feinen Prozesse — das Bestäuben, Wachsen, Verschwinden und die Spuren menschlicher Eingriffe — in visuelle, materielle und mitunter akustische Erfahrungsräume.
Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Präzision und Zufall, Kontrolle und Abweichung. Automatisierte Zeichnungen, 3D-Scans, Keramik und 3D-Druck verbinden digitale Verfahren mit organischer Unregelmäßigkeit. Gerade darin zeigt sich die Sensibilität seiner Praxis: Technologie wird nicht als perfektes System verstanden, sondern als Werkzeug, durch das die Verletzlichkeit natürlicher Zusammenhänge sichtbar wird.
So entstehen poetische und zugleich reflektierte Werke, die unsere Wahrnehmung von Natur, Fortschritt und Verantwortung hinterfragen.
