IN SECHS RICHTUNGEN
Meisterschüler:innen von Karin Kneffel
Andrej Auch, Julia Burek, Jonah Gebka, Christian Probst, Felix Rehfeld, Martin Spengler
VERNISSAGE
Mittwoch, 07. Oktober 2026 ab 18 Uhr
SONDERÖFFNUNG AM SAMSTAG
Samstag, 10. Oktober 2026
13 – 18 Uhr
Ausstellungsdauer
08. Oktober – 11. November 2026
„In sechs Richtungen“ sechs eigenständige künstlerische Positionen, die durch ihre Ausbildung bei Karin Kneffel an der Akademie der Bildenden Künste München miteinander verbunden sind.
Die Ausstellung richtet den Blick jedoch nicht auf eine gemeinsame Schule oder die Fortführung einer bestimmten künstlerischen Handschrift. Vielmehr stellt sie die Frage, wie sich aus einem geteilten akademischen Ausgangspunkt individuelle Bildsprachen entwickeln. Die unterschiedlichen Generationen und Arbeitsweisen zeigen, wie vielfältig künstlerische Wege verlaufen können und welche eigenständigen Perspektiven aus einer gemeinsamen prägenden Erfahrung hervorgehen.
In Malerei, Skulptur und Relief setzen sich die Künstler:innen mit dem Verhältnis von Wahrnehmung und Wirklichkeit auseinander. Landschaften, Innenräume, Architektur, Körper, mediale Bilder und gesellschaftliche Strukturen bilden dabei mögliche Ausgangspunkte. Das Vorgefundene wird jedoch nicht einfach abgebildet, sondern durch Farbe, Material, Maßstab, Verdichtung und Neukonstruktion verändert. Vertraute Formen geraten in Bewegung: Gegenständliches nähert sich der Abstraktion, Oberflächen entwickeln räumliche Präsenz und beobachtete Wirklichkeit geht in neu geschaffene Bildwelten über.
Was die Arbeiten miteinander verbindet, ist ein konzentrierter Blick auf das Bild als Ort des Denkens. Wahrnehmung, Erinnerung und kulturelle Prägungen greifen ineinander und machen sichtbar, dass Wirklichkeit niemals neutral erscheint, sondern immer durch individuelle Erfahrungen und gesellschaftliche Zusammenhänge mitgestaltet wird.
Die Ausstellung entfaltet einen vielstimmigen Dialog zwischen Wiedererkennbarkeit und Irritation, Präzision und Offenheit, Beobachtung und Erfindung. Sechs eigenständige Positionen treten miteinander in Beziehung und zeigen, wie aus einem gemeinsamen Ausgangspunkt unterschiedliche und konsequent weiterentwickelte künstlerische Haltungen entstehen können.
