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Bram Braam

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Ausstellungsansichten

Biographie

*1980 Sittard, Niederlande
1998–2003 Kommunikation und Design, Sint Lucas, Boxtel, Niederlande
2005–2009 AKV St. Joost, Royal Academy of Fine Arts, Den Bosch, Niederlande
   
  Lebt und arbeitet in Berlin

Preise / Stipendien

2021 Arbeitsstipendium Mondriaan Fonds, Niederlande
2020 Neustart Kultur Stiftung Kunstfonds
2019 Rising Star Residency, Till Richter Museum
2016 Arbeitsstipendium für ausgewiesene Talente
2014 Arbeitsstipendium Kulturverwaltung des Berliner Senat
  Artist in residence Sea Foundation, Tilburg, Niederlande
2013 HomeBase Projekt, Berlin
  BBK Studio Programm

Einzelausstellungen

2021 Word's can't tell, Galerie Burster, Berlin
2020 Traces, Galerie Burster, Karlsruhe
2019 Metro, Galerie Burster, Berlin
  What Becomes and What Remains, Till Richter Museum
2017 Cacoafabriek, Helmond, Niederlande
2016 Welcome to the real world, Frank Taal Galerie, Rotterdam, Niederlande
  Modern Mutants, Galerie Burster, Berlin
2014 City of tomorrow, Frank Taal Galerie, Rotterdam, Niederlande
2012 Next Nature, Kaleidoskop Galerie, Berlin

Gruppenausstellungen

2022 Mixed Media, Evelyn Drewes | Galerie, Hamburg
  OOO [Out of Office], Berlin
2021 Environmental Abstraction, Galerie Roger Katwijk, Amsterdam, Niederlande
  Nothing's gonna change my world?, gr_und, Berlin
  Außeninstallation Art Rotterdam, Globaler Aktivismus, Rotterdam, Niederlande
  Skulpturale Malerei, Galerie Biesenbach, Köln
  New Neighbours, Galerie Burster, Berlin
  Out of Home - Wings for Freedom, Cultural Space Instituto Cervantes, São Paulo, Brasilien
2020 NAK, Neuer Aachener Kunstverein, Aachen
  10 plus, Frank Taal Galerie, Rotterdam, Niederlande
  Mirrors of time, Kasteel d'Aspremont-Lynden, Oud Rekem, Belgien
  Clash Valencia-Berlin, Sporting Club Russafa, Valencia, Spanien
  Cold turkey, GLUE Werktage, Berlin
2019 How to fix a broken line, Künstlerhaus Bethanien, Berlin
  L'artiste et les commissaires, Lage Egal, Berlin
  JULE, LFN Galerie, Leipzig
  KUNST BAU, Galerie Peter Borchardt, Hamburg
  Torrence Art Museum, DXIX Projects, Los Angeles, USA
  On destruction and preservation, Balzer Projects, Basel, Schweiz
  Rhizome, Frank Taal Galerie, Rotterdam, Niederlande
2018 Bottom Up, Berlin Art Week, Kühlhaus
  Contemporary Contemplations, Kunsthaus Erfurt
2017 Nieuw Amsterdam, Marisa Newman Projects, New York, USA
  Imago Mundi Dutch Collection, Benetton Foundation, Treviso, Italien
2016 POWER - PLAY, Schau Fenster, Berlin
2015 Self Storage - Another Space, Copenhagen Art Week, Dänemark
  language & art, Kunsthal, Rotterdam, Niederlande
2014 Kopstukken, House with the heads, Amsterdam, Niederlande
2013 Saatchi Screen, Saatchi Gallery, London, UK
2012 Kreuzberg Pavillon Kassel 100 Days Documenta, Kassel
  Inside-out, Front-Stage Gallery, Shanghai, China
2011 Open Source Expo, Incubate Festival, Tilburg, Niederlande

Die Suche nach den unverfälschten Spuren, die in unserer städtischen Umwelt - einer von Architektur dominierten Landschaft - zu finden sind, bilden den Ausgangspunkt für die Arbeit des niederländischen Künstlers Bram Braam. Diese Suche manifestiert sich in einer skulpturalen und poetischen Darstellung von Materialität und Verfall. Architektonische Landschaften sind von Natur aus dem Wandel unterworfen, sie werden zum Zweck des Menschen gebaut, um zu leben, zu arbeiten und zu spielen, und gleichzeitig ist es diese Nutzung, die neben den Einflüssen der Natur, der Zerstörung und des Verfalls eine Transformation bewirkt. Die bildhauerischen Arbeiten von Bram Braam sind ein Verweis auf diesen ewigen Kreislauf und den Transformationsprozess dieser Materialität von ihrer Entstehung bis zu ihrem Tod. 

In seinem Werk spielt der Künstler mit der Spannung, die in der verschwimmenden Grenze zwischen Realität und Abstraktion zu finden ist, die sich in einem ausgewogenen Schauspiel unserer alltäglichen gebauten Umwelt entfaltet - von Ruinen bis zu neuen modernen architektonischen Gebäuden. Seine Wandreliefs und Skulpturen enthalten industrielle Materialien wie Beton, Ziegel, Holz, Stahl, Plexiglas, Glas und Sprühfarbe und zeigen eine Konfrontation der unterschiedlichen Qualitäten der Materialien. Sein Einfluss als Künstler ist hier nicht zu übersehen. Bram Braam nimmt die Materialien für seine Werke direkt von den Straßen, denen er begegnet, und verwandelt sie in minimalistische Kompositionen, in denen ein Kontrast zwischen dem Zufall und der Kontrolle zu finden ist - manchmal mit den realen Spuren, die Menschen hinterlassen haben, und manchmal mit Spuren, die der Künstler selbst gemacht hat. 

Bram Braam hat ein starkes Interesse an alternativen Formen der Nutzung und Aneignung des öffentlichen Raums - von der Gegenkultur über Do-it-yourself-Bewegungen bis hin zur Graffiti-Kunst. Die Vermischung von Nieder- und Hochkultur, von außen und innen, von rau und glatt, die unautorisierte Nutzung der Stadt selbst als Hintergrund und ihre Umgestaltung sind erkennbare Arbeitsmethoden des Künstlers. Es ist daher nicht überraschend, dass Bram Braam ein starkes Interesse an der Wand als künstlerisches Medium hat; er sucht die Grenzen dessen, was Malerei im Kontext unserer gebauten Umwelt sein kann. Diese Arbeitsweise ist in all seinen Werken deutlich zu erkennen, in denen es ihm gelingt, Alltagsgegenstände aus ihrem Kontext zu lösen und ihnen eine neue Form zu geben. Dabei spielt er mit der Grenze zwischen vorgefertigten und perfekt konstruierten Skulpturen, die als verschmolzene Fragmente präsentiert und schließlich in eine neue Realität verwandelt werden.

Der Künstler lässt sich vom utopischen Denken des 20. Jahrhunderts, der architektonischen Moderne, dem Brutalismus und seinem Scheitern inspirieren - aber auch Verweise auf den Minimalismus, die De Stijl-Bewegung oder den Künstler Gordon Matta Clark sind sichtbar. Als Künstler spielt Bram Braam mit diesen Bezügen und offenbart gleichzeitig sein Interesse an der Entwicklung unserer städtischen Umwelt, in der verschiedene Zeiten aufeinanderprallen. Seine Arbeiten zeigen die Einflüsse des Zeitalters der Postmoderne, des Internets und der Globalisierung, in dem wir leben. Er reflektiert über diese fragmentierten Realitäten unseres täglichen Lebens - die Online-Welt, unsere Landschaften und Architektur -, die eine ständige Mischung aus Fake und Realem, Anpassungen und Transformationen enthalten und in denen sich verschiedene Autoren und Zeiträume vermischen. In Bram Braams Werk geht es um die Art und Weise, wie wir diese Realität betrachten, was inszeniert, gefälscht, konstruiert oder natürlich ist und wann das Selbst zu einer neuen Einheit wird. Seine skulpturalen Arbeiten zeigen einen fortlaufenden Prozess dieser Entwicklung, in dem eine Mischung aus Kopie, Transformation, Anpassung und Verfall in den Vordergrund tritt.

Sarie Nijboer