Portraits BerlinSalon
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Michael Peltzer, Nadine Wölk, Tobias Köbsch, Till Julian Huss, Mike MacKeldey

"Portraits"

26. September - 14. November
Vernissage am 25. September um 18.00 Uhr

Berlin

Wahrscheinlich ist das Malen bzw. Zeichnen von Portraits so alt wie die Kunst selbst. Zahlreiche namhafte Maler, Grafiker und Bildhauer - später dann auch Fotografen - haben sich intensiv mit Porträts befasst und dadurch zur Entwicklung einer großen Darstellungsvielfalt beigetragen. Die Porträtmalerei hat insbesondere seit dem 17. Jahrhundert sehr stark an Bedeutung gewonnen. Mit der National Portrait Gallery eröffnete bereits 1856 in London ein Museum in dem ausschließlich Portraits gezeigt werden und das sich eines großen Besucherzuspruchs erfreut. Es beherbergt Porträts von historisch wichtigen und berühmten britischen Personen. Die Auswahl der Porträts erfolgt dabei aufgrund der Bedeutung des Porträtierten, nicht des Künstlers, der das Werk geschaffen hat.
 
Den Künstlern der Ausstellung „Portraits“ in der Evelyn Drewes | Galerie hingegen kommt es nicht auf Berühmtheit der abgebildeten Person an. Michael Peltzer portraitiert zwar – z.B. im Rahmen seiner Serie Beatgirls - immer wieder auch bekannte Persönlichkeiten, abstrahiert diese aber so stark, dass ohne Kenntnis der Vorlage eine Zuordnung meist nicht gelingen wird. Nadine Wölks Vorlagen entstammen ihrem privaten Freundeskreis und zeigen dementsprechend junge Menschen in Alltagssituationen. Tobias Köbsch verhüllt die Gesichter seiner Motive sogar mit Tüchern oder Tüten und reduziert das Thema damit auf seine Form (die Bezeichnung Portrait stammt vom französischen portrait = Brustbild). In seinen Portraits der Serie „Enlightments“ portraitiert Till Julian Huss Frauen aus seinem Umfeld in der Körperhaltung von Vorbildern aus bekannten Kunstwerken und mit gegenüber dem Vorbild veränderter Lichtsituation. Auch Mike MacKeldey geht es nicht um eine naturgetreue oder idealisierte Abbildung. Vielmehr werden seine Darstellungen durch die dick aufgetragene Farbe verwischt, zerstört und übermalt. Oftmals ritzt oder kritzelt der Künstler in die noch feuchte Farbe intuitiv ersonnene Texte oder Zeichnungen, die sich auf ironische Weise mit dem Werk beschäftigen.