Michael Peltzer still filmMichael Peltzer
Previous Next

Michael Peltzer

"still film"

10. September - 12. Oktober 2016
Vernissage am 09. September um 18 Uhr
Saisonstart der Galerien im Kontorhausviertel

"Film ab!" heißt es ab September in der Evelyn Drewes Galerie Hamburg, wenn der deutsche Maler Michael Peltzer den Betrachter in seine expressiven Bildwelten entführt. Film trifft Malerei und das bereits zum wiederholten Mal. In Anlehnung an die erfolgreiche Ausstellung "Kintop" aus dem Jahr 2014, geht Michael Peltzer mit der Ausstellung "still film" in die zweite Runde seiner Werkserie der Filmstills.

Waren es in der letzten Ausstellung ausschließlich Bildmotive des Spielfilms, widmet sich Peltzer in "still film" nun auch dem beliebten Format der Comic-Serien. So sind es Kindheitshelden und Bösewichte wie Pepé le Pew, Gossamer oder der Coyote, welche die bunte Welt des Spielfilms bereichern.

Die Leidenschaft zum Film und zu längst vergangenen Jahrzehnten der 50er bis 80er lässt Michael Peltzer in seine Leinwände mit einfließen. Heldenhafte Protagonisten und schaurige Banditen findet man in der diesjährigen Ausstellung in Hamburg.

Statt sich an populären Schlüsselszenen zu bedienen, stereotype Bilder einzelner Filme oder Genres aufzugreifen, sucht der Künstler seine Motive in der eigenen Erinnerung. Ganze Szenen, einzelne Fragmente und Bilder seiner Lieblingsfilme werden so zum Zentrum der Serie der Filmstills. Zwar handelt es sich bei den meisten Motiven um Vorlagen aus bekannten Filmklassikern der Filmgeschichte, dennoch ist die Popularität und Bekanntheit des einzelnen Films weniger entscheidend, um von Peltzer auf die Leinwand transformiert zu werden. Das entscheidende sind vielmehr die persönlichen Bedeutungsinhalte und Erinnerungen mit denen ein Bildmotiv aufgeladen ist.

Nicht nur in der Motivauswahl sondern auch in der Darstellungsform wird die persönliche Verbindung zwischen Künstler und Bildinhalt deutlich. Statt die so geliebten Szenerien fotorealistisch zu reproduzieren, bildet Peltzer die Motive in seinem ganz persönlichen Duktus ab, der die Bilder von ihrer Vorlage häufig bis ins Unerkenntliche modifiziert.

Sein Stil ist dabei von lauten, kräftigen Farben, starken Kontrasten und einem unverwechselbaren Farbauftrag geprägt. Die verschwommenen, verschmolzenen und verlaufenen Farben scheinen in ihrer Form fast zufällig aus dem Abstrakten uns Figurative zu wandern. Jedoch unterliegt das scheinbar so Spontane der intensiven Steuerung durch den Künstler, der seine Bildwelten zwischen Farbe, Form und Komposition auf einem schmalen Drahtseil in Balance hält, welche durch den kleinsten Fehler aus dem Gleichgewicht geraten kann.