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Lev Khesin

"Klärt sich das Wasser, werden Fische sichtbar"

7. Juni - 3. August
Vernissage am 7. Juni um 18.00 Uhr

Hamburg

Khesins geheimnisvolle Bilder aus eingefärbtem Silikon oszillieren kühn und selbstbewusst zwischen den Impressionisten, den amerikanischen Farbfeldmalern und Lichtkünstlern der Nachkriegsmoderne. Er changiert zwischen Monet und Rothko, als gelte es, diese Hohepriester des Lichtspiels und der Farbfeldmalerei zu ehren und zugleich herauszufordern.

Der junge Künstler malt nicht im traditionellen Sinne. "Mein Ziel ist es, Sichtbares zu schaffen, dass sich nicht mit den Begriffen und Bezeichnungen von Gegenständen und Phänomenen kategorisieren lässt", erklärt er. "Eindeutigkeit soll vermieden werden zugunsten haptischer und farblicher Qualitäten."

Bei Khesin "wachsen" die Bilder durch das sukzessive Aufschichten von Material.  Es ist, also wolle er auf die Weise, mit diesen mystischen pulvrigen leuchtenden, vibrierenden Oberflächen nach den letzten Dingen der Existenz fragen. Und als wolle er auch mit der Alchemie aus Farbe, Licht und ungewöhnlichem Material von Lebensgier und Todesahnungen erzählen, ohne dass auch nur ein einziger Gegenstand oder Körper real zu sehen wäre. Schicht für Schicht, den farbigen irritierenden Schlieren folgend, steigt der Betrachter herab, um dann rücksichtslos wieder zur Oberfläche hinaus gestoßen zu werden.

Khesin (32) studierte in Pensa/Russland, in den USA und an der Universität der Künste in Berlin bei Prof. Frank Badur. Er malt nicht im eigentlichen Sinne, sondern baut Schicht für Schicht eingefärbtes Silikon aufeinander, so dass sich auf der Oberfläche ein vibrierend dichtes Farbspektrum ergibt – Objekte aus Material und Farbe, oszillierend, reflektierend, wie ein Blick ins tiefe Wasser!