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Johann Büsen

"CoExistence"

30. August - 5. November 2013
Vernissage am 30. August um 18.00 Uhr

Hamburg

Scheinbar ungesteuert prallen in den Arbeiten von Johann Büsen Motive in einer unüberschaubaren Vielfalt in expressiver Farbgebung, künstlicher Perfektion und reicher Themenauswahl aufeinander. Die wie Puzzleteile zusammengesetzten Bilder spielen mit inhaltlichen Kontrasten von Fiktion und Wirklichkeit, Ekel und Anmut, Unschuld und Verbrechen, Hass und Liebe. Sie kommen aus den Bereichen der Politik und Natur, des Kinos, der Technik und Alltagskultur.

Büsen hat an der Hochschule für Künste in Bremen bei dem Fotografen Peter Bialobrzeski studiert. Seine Arbeiten erscheinen hingegen eher wie Malerei und hin und wieder findet sich in ihnen tatsächlich auch ein Pinselstrich. Sie entstehen aber ganz überwiegend am Computer und werden per Digitaldruck auf die Leinwand gebannt.

Der Computer dient Johann Büsen auch als Archiv, als Reservoir für seine Kunst. Unzählige Vorlagen sind in den Ordnern gespeichert. In der digitalen Bearbeitung werden die ursprünglichen Motive und ihre damit verbundene Identität dann auseinander genommen, verdreht,  überlagert und collagiert. Standpunkte werden aufgegeben und neu verknüpft, der Betrachter wird im Sog der Elemente in das Bildgeschehen verwickelt.

Ihren Ursprung haben die Arbeiten in der Street-Art. Büsen war Sprayer und fertigte Schablonen am Computer. Aus den Vorlagen entstanden dann immer komplexere Bilder, die sich schließlich für die Street-Art nicht mehr eigneten, für den Künstler Büsen aber in den Vordergrund seines Schaffens rückten.

Die Arbeit von Johann Büsen spiegelt als Abbild unserer Zeit Globalität, Mobilität, Kommunikation und Information differenziert wieder. Die Bilder inspirieren zu Imaginationen und beflügeln unsere Vorstellungskräfte. Sie stellen Standpunkte und Positionen ebenso in Frage wie sie mit der Fantasie und der Erinnerung des Betrachters spielen.